Nina – Geboren in Herrenberg, groß geworden hauptsächlich in Böblingen – 2009 für das Studium nach Stuttgart gezogen

Foto by: Alex Dietrich

Zu dem Zeitpunkt als ich nach Stuttgart gezogen bin, spielte sich auch mein Privatleben hier ab, ich hatte Freunde in Stuttgart und wollte nicht länger der Esel sein, der immer 30 Minuten mit der Bahn nach Hause fahren muss.

Früher war Stuttgart natürlich das Highlight einmal im Quartal – samstags zum Shoppen in die Stadt. Man beachte: Wir reden hier von Zeiten vor dem Onlineshopping, als vielleicht der Otto-Katalog noch das höchste der Gefühle war.

Jetzt verbinde ich mit der Stadt viel mehr als nur die Königstraße (die vermutlich der Ort ist, wo ich am seltensten bin). Ich verbinde mit ihr das Dörfliche, weil sicher kein Tag vergeht, an dem man nicht irgendein bekanntes Gesicht auf der Straße trifft. Und das Städtische, dass man sich dem bekannten Dunstkreis auch entziehen kann – wenn man denn seine eingetrampelten Pfade mal verlässt.

Die Stadt ist meine Heimat (auch wenn ich eigentlich nur zugezogen bin). Sie ist mein Netz und mein doppelter Boden, ich weiß, dass mir hier nie etwas passieren kann. Und ich weiß, dass sie es einem nicht böse nimmt, wenn man den Kessel-Koller bekommt und das Tal mal verlassen muss.

Mh, ein spezielles Highlight fällt mir nicht ein. Ich freue mich jedes Mal, wenn Stuttgart es schafft, aus seinem sehr festgefahrenen Image auszubrechen – durch Menschen, die etwas Außergewöhnliches ins Leben rufen oder durch Orte, die so gar nicht nach hier aussehen. Image ist das, was wir der Stadt aufdrücken. Aber wir sind es auch, die es bunter, lauter und schöner für alle machen können.

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